Eröffnung der Ausstellung „Wem gehört das Bödele?“ im Angelika Kauffmann Museum

Am Samstag, den 8.2.2020 wurde die neue Ausstellung im Teil des Heimatmuseums feierlich eröffnet.
Die Ausstellung „Wem gehört das Bödele? Eine Kulturlandschaft verstehen“ ist eine Doppelausstellung mit dem Stadtmuseum Dornbirn und zeigt in umfangreichen Themen
und einer außergewöhnlichen Ausstellungsarchitektur die Geschichte(n) rund um das Bödele.
Viele Menschen haben ihre Erinnerungen, Erzählungen, Fotos und Objekte in die Ausstellungen eingebracht.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Angelika Kauffmann Museum begrüßten Bürgermeister Mag. Markus Flatz, Ing. Klaus Lang, Museumsleiterin Marina Stiehle
und die Kuratorin der Ausstellung Mag. Annelies Nigsch die Besucher.

„Gegensätze sind für das Bödele prägend“, betonte die Kuratorin,  „Es war uns auch wichtig, dass der Blick aufs Bödele aus zwei Perspektiven erfolgt, nämlich von Dornbirn und Schwarzenberg aus.“
Aus Konflikten und Widersprüchen am Bödele entstehe mitunter etwas ganz Neues, etwas allein für diese Kulturlandschaft Spezifisches.
„Das Bödele ist wie ein Brennglas, das sozialen und historischen Wandel bündelt“, so Annelies.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellung mit stimmungsvollen Wälderliedern von Christine Kleber und Katharina Behmann an Handorgel und Hackbrett.
Im Anschluss an die Eröffnung tauschten sich die zahlreichen BesucherInnen bei Käse von der Alpe Oberlose aus und er ergab sich sicher das eine oder andere „Bödelegespräch“.

Zu den Ausstellungen ist ein umfangreicher und sehr interessanter Katalog entstanden, der in den Museen oder im Tourismusbüro Schwarzenberg erhältlich ist.
Auch das Rahmenprogramm hat einiges zu bieten. Es führt uns dieses Jahr immer wieder hinaus aus den Museen und hinauf auf das Bödele.
Vom Abwandern der Grenzen, bis zum Felsenkeller-Revival und einem „Tag der offenen Hüttentür“ ist für jeden etwas dabei.

Öffnungszeiten im Angelika Kauffmann Museum
9.2. – 26.4.2020, Freitag bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr
1.5. – 31.10.2020, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Tone Fink installiert Kunstwerk am Bödele

Im Rahmen der Ausstellung „Wem gehört das Bödele?“ des Stadtmuseums Dornbirn und des Angelika Kauffmann Museums Schwarzenberg wurde am Bödele eine Hütte installiert. Sie dient als Wegweiser und ist in die verschiedensten Aktionen des umfangreichen Begleitprogrammes der Ausstellung integriert. Am 22. Februar installierte der bekannte Künstler Tone Fink in genau dieser Hütte ein Kunstwerk – sie wird temporär zur Tone-Fink-Hütte. Aus genau dieser ragt die Spitze einer überdimensionierten Spule als Urform alles Textilen heraus. Die Skulptur des Künstlers Tone Fink schafft eine Verbindung zur Textilindustrie, welche der Motor zur Erschließung des Tourismusziels Bödele war. „Ein weiterer Programm-Höhepunkt wird mit der Kunstinstallation von Tone Fink präsentiert. Das umfangreiche Ausstellungsprojekt bewegt nicht nur Menschen aus Dornbirn und Schwarzenberg, wir verzeichnen hohe Besucherzahlen aus den verschiedensten Regionen. Ein toller Erfolg für alle Beteiligten“, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Die Tone-Fink-Hütte befindet sich zwischen Alpenhotel Bödele und Berghof Fetz und ist jederzeit zugänglich. Zudem erweist sie sich bereits jetzt als Internetstar, weil sie sich nämlich genau im Sichtfeld der Webcam vom Berghof Fetz befindet.

Fotos: ©Werner Micheli

Ausstellungeröffnung
Ilga Feuerstein – Ein Bregenzerwälder Frauenleben

im Gasthof Ochsen am 6. März 2020 

Projekt Dorftafel Schwarzenberg mit der Werkraumschule Bregenzerwald

Ein partizipatorisch angelegtes Projekt mit Kindern und Jugendlichen in Kooperation mit der Werkraumschule Bregenzerwald unter der Leitung des Architekten Thomas Mennel. 

Für das geplante Sommerfest im Zuge der 750 Jahre Schwarzenberg Feierlichkeiten vom 3. bis 4. Juli 2020 war eine Dorftafel vom oberen bis zum unteren Brunnen mit Tisch und Bank für die Festgäste geplant. Mit wenigen Mitteln schützt ein Dach die Dorftafel und den Straßenraum. In einer schönen Sommernacht hätten über der Tafel Lichterketten geleuchtet. Leider musste das Sommerfest aufgrund der Covid-19- Sicherheitsmaßnahmen abgesagt werden. Damit das Schulprojekt der Werkraumschule Bregenzerwald einen Abschluss finden kann, wurde nun doch noch ein Teil der Installation aufgebaut. Tatkräftig haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Martin Greussing unter der Leitung von Thomas Mennel geschraubt, gemessen und diese aufgebaut. Das Möbel aus Restholz kann nun den Sommer über bestaunt und genutzt werden. Es soll zum Verweilen und Plauschen einladen, es soll neuen Raum für Gespräche im Dorfzentrum eröffnen und die Passanten täglich an das Feierjahr 2020 erinnern. 

Erweiterte Ausstellungseröffnung 
GEFINKELTER OXO Ton(e)spuren, Tone Fink mit „Prozessione – Aufstand der Tiere“

Zahlreiche Gäste aus Nah und Fern besuchten am Freitag, den 3. Juli 2020 die erweitere Eröffnung der großen Tone Fink Ausstellung im Gasthof Ochsen in Schwarzenberg anlässlich der 750 Jahre Schwarzenberg Feierlichkeiten. Bei der Ausstellung in seinem Heimatort zeigt der Künstler über mehrere Räumlichkeiten bis hin zum Stall und Außenbereich eine Vielzahl an Werken, darunter ältere Objekte und Bilder, aber auch viel Neues. 
Am Abend fand dann die Performance „Prozessione – Aufstand der Tiere“ im Dorfzentrum von Schwarzenberg mit einem Umzug vom oberen zum unteren Brunnen und wieder zurück statt. Fast 60 Freiwillige nahmen an diesem besonderen Kunstprojekt mit den von Tone Fink gestalteten Masken teil. Die Kunsthautdemonstration sollte gegen die Eintönigkeit des grauen Alltags sein und ein Aufruf gegen das Artensterben.

Die Ausstellung im Gasthof Ochsen kann noch bis 30. August 2020 besichtigt werden.
Öffnungszeiten: Samstag, 11 bis 17 Uhr und Sonntag, 10 bis 17 Uhr (am 22. und 23. August 2020 geschlossen)  

Matinee mit Lesung, Tone Fink

Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „GEFINKELTER OXO Ton(e)spuren“ ging es am 19. Juli 2020 mit der Lesung des Künstlers weiter. Mit vielen Sprüchen, Zitaten und Skizzen, hauptsächlich aus seinen vier Tagebüchern, sorgte Tone Fink für kurzweilige Unterhaltung bei der Matinee. Einiges stimmte nachdenklich, vieles sorgte aber für Erheiterung, so beispielsweise der Spruch: „Lieber vom Leben gezeichnet als vom Fink.“ Zu den im Stall aufbewahrten 60 Masken der Prozessione trägt der Künstler passend vor: „Eine Maske, die man zu lange trägt, löst sich am Ende nicht mehr vom Gesicht. Wir alle tragen durch die Lebensjahrzehnte eine Maske.“

Neben zahlreichen Skizzen wurde auch das 10-Meter-Bild, das die Wand im Ochsensaal ziert, erklärt: „150 Insektenschwärme, Akrobatiker, Atompilz, Segelflieger, Schlitten …“, unglaublich viele Dinge gibt es auf dem 10-Meter-Papier zu sehen. Bei einer Fragerunde gab es ausreichend Gelegenheit, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

Filmvorführung „Narrohut“, Tone Fink

Nach der erweiterten Eröffnung und der Matinee mit Lesung ging nun das Rahmenprogramm zur Ausstellung „GEFINKELTER OXO Ton(e)spuren“ weiter. Am Samstag, den 15. August 2020, um 19.00 Uhr fand im Gasthof Ochsen Schwarzenberg eine legendäre Filmvorführung statt.

„Narrohut“ ist ein Kunstfilm des Künstlers Tone Fink aus den 1980er Jahren und war damals ein ziemlicher Skandal im Ländle. Im Rahmen der 750 Jahr Feierlichkeiten der Gemeinde Schwarzenberg konnte im Gasthof Ochsen Schwarzenberg zur Wiederaufführung geladen werden und zahlreiche interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Im Film sind Videos von Finks Kunstwerken, seine Masken, Papiergehäuse und Blechspielzeuge sowie zahlreiche andere Werke vom Künstler wie zum Beispiel ein Kuheuter am Baum zu sehen. Künstler Tone Fink selbst zu dem Aufsehen rundum denn Film damals: „Spielerisch, frech, aber nicht todernst gemeint“.

„GewerbeTour“ mit Thomas Mennel und Klaus Pfeifer, Handwerk und Gewerbe im Haupt- und Nebenerwerb um 1800 bis 1830

Im Rahmen von „750 Jahre Schwarzenberg“ erforschen Architekt DI Thomas Mennel und Dendrochronologe Dr. Klaus Pfeifer den Stand der Gewerbenennungen zu Handwerk und Gewerbe in Schwarzenberg um 1800 bis 1830. Aus diesen Ergebnissen entsteht eine „GewerbeTour“, die die handwerklichen und gewerblichen Aktivitäten über die Jahrhunderte in Schwarzenberg sichtbar macht.

Am Freitag, den 28. August 2020 präsentierten Thomas und Klaus die bisherigen Forschungsergebnisse. Bürgermeister Mag. Markus Flatz und die Vortragenden begrüßten herzlichst die interessierten Zuhörer/innen im Tanzhaus Schwarzenberg. Anschließend wurde die „GewerbeTour“ aufgrund des regnerischen Wetters in den kleinen Dorfsaal verlegt. Thomas und Klaus haben mit einer Präsentation am Beispiel des Weilers Hof die Forschungsergebnisse aufgezeigt und mögliche Darstellungsformen präsentiert. So sind neben einer schriftlichen Publikation auch Kennzeichnungstafeln mit Symbolen für die jeweiligen Häuser geplant. Zum Abschluss wurden noch offene Fragen der Besucher/innen von den beiden Forschern beantwortet.

Wir sind schon sehr gespannt auf die Umsetzung der Forschungsergebnisse in Form einer schriftlichen Publikation und Tafeln im Dorf und danken Thomas Mennel und Klaus Pfeifer für die tolle Arbeit! 

„Die Doppelhochzeit“, gemeinsame Performance von Tone Fink und Uwe Jäntsch

DIE DOPPELHOCHZEIT – Eine gemeinsame Performance der Künstler Uwe Jäntsch und Tone Fink im Kontext von 750 Jahre Schwarzenberg vom Sonntag, 30. August 2020
Die Ausstellung von Tone Fink im Gasthof Ochsen endete am 30. August 2020, die beiden Künstler haben dies zum Anlass genommen und eine gemeinsame Performance erarbeitet – „Die Doppelhochzeit“. Der Künstler Tone Fink zog in Form einer Maskenprozession aus seinem Gesamtkunstwerk im Gasthof Ochsen aus und mit Hochzeitsmasken ins Tanzhaus zu Uwe Jäntsch, begleitet durch die Tänzerin Brigitte Walk ein. Im Tanzhaus rezitierte Uwe Jäntsch aus seinem literarischen Pouvoir gespickt mit musikalischen Einlagen von Jürgen Weishäupl und Band. 

OXO-Tone
In Schwarzenberg hat Tone Fink im Gasthof Ochsen ein komplexes Gesamtkunstwerk erarbeitet. Der Künstler bespielt mit seinen Ölgemälden, Zeichnungen, Papierhautmasken und Sitzobjekten die Außenfassade, die Innenräume sowie den ehemaligen Rossstall.

DORFPLAN
Uwe Jäntsch hat einen „Dorfplan“ der Gemeinde Schwarzenberg in einer Form gemalt, in welcher sich die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft auf ihren unterschiedlichen Schauplätzen verbinden. Ein Relief von ca. 6,90 Metern Breite und 2,10 Metern Höhe im geschichtsträchtigen Tanzhaus am Dorfplatz.

Vortrag Schwarzenberg, Dornbirn und das Bödele – eine Beziehungsgeschichte

Die vom Historiker Meinrad Pichler erarbeitete Vortragsreihe konnte am Freitag, den 18. September 2020 im Angelika Kauffmann Museum fortgesetzt werden. Frau Dr. Petra Zudrell, Museumsleiterin vom Stadtmuseum Dornbirn, referierte zum Thema „Schwarzenberg, Dornbirn und das Bödele – eine Beziehungsgeschichte“ und brachte den Besuchern die Geschichten und Hintergründe um die Grenze zwischen Schwarzenberg und Dornbirn näher. Mit dem Grunderwerb des Dornbirner Fabrikanten Otto Hämmerle fand am Bödele um 1900 ein Kulturwandel statt.  Nach wie vor aber ist das Bödele ein gemeinsamer Bezugspunkt zwischen Dornbirnern und Schwarzenbergern, an dem sich viele Wege kreuzen.

Die aktuelle Ausstellung im Angelika Kauffmann Museum „Wem gehört das Bödele? Eine Kulturlandschaft verstehen“ kann dieses Jahr noch bis 31. Oktober 2020 besichtigt werden.  

Öffnungszeiten Angelika Kauffmann Museum bis 31. Oktober 2020:
Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr

Exkursion „Schwarzenberg und das Kloster St. Gallen“

Auf den Spuren der ersten urkundlichen Erwähnung von Schwarzenberg ging es am 23. September 2020 mit dem Reisebus in die nahe Schweiz ins Kloster St. Gallen. Hintergrund der geschichtlichen Tagesfahrt, die der Seniorenbund Schwarzenberg gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung im Rahmen von „750 Jahre Schwarzenberg“ veranstaltete: Im späten Mittelalter war das Kloster St. Gallen im Besitz der Kirche und einiger Höfe in Schwarzenberg. Unter den im Stiftsarchiv aufbewahrten Besitztiteln befindet sich auch die älteste schriftliche Nennung des Ortes aus dem Jahr 1270.

In St. Gallen angekommen gab es zunächst eine Führung in der beeindruckenden Stiftsbibliothek und in der Kathedrale, dem prachtvollen Mittelpunkt des Stiftsbezirks, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Während der anschließenden Besichtigung im Stiftsarchiv mit Stiftsarchivar Peter Erhart konnte die aus dem Jahre 1270 stammende Originalurkunde mit der erstmaligen Nennung des Ortsnamens Schwarzenberg bestaunt werden – eine von vielen bedeutenden Urkunden in diesem wunderbaren Archiv, aber dieses eine Dokument war für die Gruppe aus Schwarzenberg speziell im Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes!

Zum Ausklang ging es noch nach Appenzell, wo man noch ein wenig durch die hübschen Gassen flanierte und die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen konnte, bevor es wieder Richtung Heimat ging. Ein eindrucksvoller Ausflug – Geschichte zum Greifen nahe.

Die Gemeinde Schwarzenberg dankt dem Seniorenbund Schwarzenberg für die großartige Zusammenarbeit!

Vortrag Schwarzenberger in der Fremde – Fremde in Schwarzenberg, Meinrad Pichler

Die 750-jährige Geschichte von Schwarzenberg wird in einer Vortragsreihe das ganze Jahr über präsentiert. Der Historiker Meinrad Pichler hat diese anlässlich der 750 Jahre Schwarzenberg Feierlichkeiten erarbeitet.

Am Sonntag, den 27. September 2020 erzählte der Historiker Meinrad Pichler selbst spannende Geschichten zum Thema „Schwarzenberger in der Fremde – Fremde in Schwarzenberg“. Zahlreiche BesucherInnen hörten ihm im Kleinen Dorfsaal gespannt zu. Denn wie in anderen Wälder Gemeinden hatte auch in Schwarzenberg die Arbeitsnahme im Ausland eine lange Tradition. Zahlreiche Schwarzenberger haben sich an ihren Arbeitsorten niedergelassen. Darunter waren später bekannte Namen, wie z.B. die Familie Feurstein, die angeblich zu den bekannten Firestones in Amerika geworden ist. Im 19. Jahrhundert wendet sich das Blatt. Nun kommen Fremde als Touristen ins Dorf. Vor allem wohlhabende Personen, wie Professoren und Ärzte, aber auch Adelige kamen nach Schwarzenberg um im Hirschen und Ochsen ihre Sommerfrische zu verbringen. 

Ein herzliches Dankeschön an Historiker Meinrad Pichler für diesen interessanten Vortrag. 

„Verliebt, verlobt, verheiratet – von Heiratspraktiken ab der Barockzeit“, Vortrag von Katrin Netter

Wir werden etwas hören über „den Partnermarkt oder die Partnerbörse, wie man es heute sagen würde“, so Historiker Meinrad Pichler am 16. Oktober 2020 in seiner Einführung zum vierten Vortrag der von ihm ausgearbeiteten Vortragsreihe im Jubiläumsprogramm 750 Jahre Schwarzenberg.

Katrin Netter, Archivarin des Bregenzerwald Archives, präsentierte im Kleinen Dorfsaal Schwarzenberg die Rahmenbedingungen, unter denen Ehen geschlossen wurden. „Wer heiratete wen? Wer war ausgeschlossen vom Heiratsmarkt? Wie lief die Eheanbahnung? Welche Rituale gab es rund um die Hochzeit?“, anhand von Statistiken, Schwarzenberger Fallbeispielen und wunderbarem historischem Bildmaterial konnten sich die Zuhörer einen interessanten Einblick in die damaligen Heiratspraktiken verschaffen. 

Vielen Dank an Katrin Netter für diesen „Ausflug“ in die Vergangenheit.

Rückblick: Feierlichkeiten 750 Jahre Schwarzenberg

Unter dem Gesichtspunkt „Die Rückbesinnung auf die Geschichte weist Wege in die Zukunft“ wurde in Planungsgruppen ein tolles Veranstaltungsprogramm für das Jubiläumsjahr ausgearbeitet, das Spuren hinterlassen sollte, sowohl in der Erinnerung der Teilnehmer und Gäste aber auch in Form gesteigerter Nachhaltigkeit für die Gemeinde selbst.

Den Auftakt machte die Eröffnungsfeier am 10. Jänner 2020 im Angelika Kauffmann Saal: Ein ganz besonderer Abend mit Ansprachen von Landeshauptmann Mag. Markus Wallner und Alt-Bürgermeister Mag. Markus Flatz. Schwarzenberger Kinder führten durch das Programm mit historischem Einblick in die Geschichte Schwarzenbergs, Gesprächen, köstlicher Bewirtung und viel schöner Musik – darunter auch der „Schwarzenberg-Song“ von Musikerin Evelyn Fink-Mennel und das von Thiemo Kraas komponierte Musikstück „Gaudiubilate“, das der Musikverein Schwarzenberg vorgetragen hat.

Weiter ging es mit der Präsentation des „Dorfplanes Schwarzenberg“ von Künstler Uwe Jäntsch im Tanzhaus, ein Relief von ca. 6,90 Metern Breite und 2,10 Metern Höhe, in welchem sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf ihren unterschiedlichen Schauplätzen verbinden.

Anfang Februar wurden die Ausstellungen „Wem gehört das Bödele?“ im Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg und im Stadtmuseum Dornbirn eröffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung installierte Künstler Tone Fink die „Tone-Fink-Hütte“ am Bödele.

Eine mit Historiker Meinrad Pichler ausgearbeitete Vortragsreihe begleitete uns ab Februar durch das Jubiläumsjahr. In vier Vorträgen von Historiker Meinrad Pichler selbst, Dr. Peter Erhart (Leiter des Stiftsarchivs St. Gallen), Dr. Petra Zudrell (Museumsleiterin vom Stadtmuseum Dornbirn) und Mag. Katrin Netter (Archivarin des Bregenzerwald Archives) wurden Eckpunkte der Gemeindeentwicklung beleuchtet. Der fünfte und letzte Vortrag von Dr. Alois Niederstätter (Leiter des Vorarlberger Landesarchives) sollte eigentlich am 30. Oktober stattfinden, musste coronabedingt jedoch leider abgesagt werden.

Aber nochmal zurück in der Zeitschiene: Bevor uns Mitte März die Corona-Pandemie in die „Zwangspause“ schickte, wurde am 6. März die Ausstellung „Ilga Feuerstein – Ein Bregenzerwälder Künstlerinnenleben“ im Gasthof Ochsen eröffnet.

Unter dem Motto „Es geht weiter“ starteten wir mit dem Programm ab 3. Juli wieder durch. Den Wiederauftakt machte die Prozessione „Aufstand der Tiere“ mit dem Künstler Tone Fink und der erweiterten Eröffnung der bis Ende August dauernden Ausstellung „GEFINKELTER OXO Ton(e)spuren“ im Gasthof Ochsen. Im Juli und August folgten im Rahmenprogramm zur Ausstellung von Tone Fink eine Matinee mit Lesung und die Filmvorführung „Narrohut“. Eine gemeinsame Performance der Künstler Uwe Jäntsch und Tone Fink, die „Doppelhochzeit“, rundete am 30. August das Programm ab.

Im Sommer wurde im Dorf „gebaut“: Kinder und Jugendliche der Werkraumschule Bregenzerwald installierten unter Leitung des Architekten Thomas Mennel einen Teil der Dorftafel, die für das wegen Corona abgesagte Sommerfest im Juli vorgesehen gewesen wäre.

Wissenswertes zum Handwerk und Gewerbe in Schwarzenberg um 1800 bis 1830 konnte man am 28. August bei der „GewerbeTour“ mit Thomas Mennel und Klaus Pfeifer erfahren. Neben einer schriftlichen Publikation sind auch Kennzeichnungstafeln mit Symbolen für die jeweiligen Häuser geplant – man darf weiterhin gespannt sein auf dieses Projekt!

Gemeinsam mit dem Seniorenbund Schwarzenberg begab man sich im September bei der Exkursion „Schwarzenberg und das Kloster St. Gallen“ auf die Spuren der ersten urkundlichen Namenserwähnung von Schwarzenberg. Die Urkunde aus dem Jahr 1270 konnte im Stiftsarchiv des Klosters St. Gallen besichtigt werden, der damalige Pfarrer von Schwarzenberg unterschrieb als Zeuge einen Vertrag in folgender Form: „Waltherus rector ecclesie de Schwarzinberch“.

Eigentlich sollte der für den 15. November vorgesehene Frühschoppen den krönenden Abschluss der Veranstaltungsreihe bilden und das Jubiläumsjahr Revue passieren lassen, doch leider musste auch dieser coronabedingt abgesagt werden.

Sicher können in diesem Rückblick keine Details zu den einzelnen Jubiläumsveranstaltungen und alle Personen und Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben, genannt werden, denn damit könnte man hier die Seiten füllen – eines ist jedoch sicher: Die Veranstaltungen waren großartig!

Dem Projektteam, allen Mitwirkenden und Beteiligten gilt die Wertschätzung und der ganz besondere DANK der Gemeinde Schwarzenberg. Auch den Bürgerinnen und Bürgern, Gästen und Besuchern aus nah und fern möchten wir DANKE sagen für das große Interesse!

Vielen DANK auch allen, die unser Jubiläumsprogramm unterstützt haben:
Subventionsgeber Land Vorarlberg (Abt. Kultur)
Kooperationspartner Werkraumschule Bregenzerwald
Sponsoren Baukultur Schwarzenberg, Bregenzer Hütte, Cafe Angelikahöhe, Egger Bier, Elektro Peter, Gasthof Hirschen, Gasthof Ochsen, Goldschmiede Urbanek, hair by Innfeld & Krajisnik, Hypo Vorarlberg, mevo Schwarzenberg, Norbert Metzler Malermeister, Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald, spar Konsumverein Schwarzenberg, Strolz Leuchten, Illwerke vkw, Wälderbau

Nun lassen wir das Jubiläumsjahr ausklingen und tragen es mit vielen schönen Erinnerungen und neuen Erfahrungen mit in die Zukunft!

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